Nora Gomringer

Sonntag, 25. Oktober 2026

©Judith Kinitz

Termine & Anmeldung

Sonntag, 25. Oktober 2026
Beginn: 16 Uhr
Kosten: 34 Euro
Im Preis sind die Lesung, Getränke und ein kleines Buffet inbegriffen.

Karten unter https://salonfestival.de/

 

 

Lesung

"Sie hinterlässt drei Kinder und einen Bindestrich. Sie hinterlässt mir ihre Freundinnen, ihre Bibliothek, ihr Unbehagen. Ich schreibe ihr hinterher als vermissende Tochter, als wütende Frau, als verstummte Dichterin und wundere mich, wie wenig sie sich beschwören lässt, wenn ich es will. Sie hat sich — nun himmlisch — endlich emanzipiert. Ich schreibe über meine mannigfaltige Mutter, ihre Weisheit und Komik, ihren Mann, die Sache mit den Meerschweinchen und mich."

Nora Gomringer erzählt auf umwerfend komische Weise von Trauer und Tod, Leid und dem allmählichen Begreifen des Unbewältigbaren. Die F.A.Z. schrieb: Es ist ein intimes Buch, ein sehr mutiges Buch. Sprachlich getragen von der Souveränität einer staunenden, suchenden, bittenden Kinderstimme. […] Nora Gomringer gelingt es, mit Wucht und Willen zum Witz gegen das Dramatische, das Tragische anzuschreiben.

Nora Gomringer, 1980 geboren, ist Schweizerin und Deutsche. Sie ist Lyrikerin, Filmemacherin und schreibt und spricht für Radio, Fernsehen und Feuilleton. Opernlibretti und Theaterarbeiten sowie zahlreiche Zusammenarbeiten mit Bildenden Künstler*innen machen sie zu einer der bekanntesten Dichterinnen ihrer Generation. 2015 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 2022 den Else Lasker-Schüler-Preis und zuletzt wurde sie 2025 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet. Nora Gomringer lebt in Bamberg, wo sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia als Direktorin leitet.

 

Salons sind weit mehr als Orte geselliger Unterhaltung. Sie sind Orte, in denen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen eingehen und unser Wissen prüfen, unsere Meinung unmittelbar austauschen können.

Salonkultur will Themen wie Menschen ins Gespräch bringen. In der Tradition der Salonkultur heißt das: in einem geschützten Raum respektvoll eine Vielzahl von Äußerungen zu ermöglichen und dabei Diversität nicht als bedrohlich, sondern als fruchtbar begreifen.

 

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